+56 Home Sweet Home 2

August 26, 2009

Das Schöne am Verreisen ist für mich auch das nach Hause kommen. Der Rückflug aber eine echte Herausforderung. Normalerweise schlummere ich vor mich hin, sobald die Motoren starten.
(Das habe ich vor 22 Jahren bei meiner USA / Canada Reise gelernt, weil ich immer im Auto hinten gesessen habe und mir doch so schnell schlecht wird. Irgendwie bin ich dann – sobald Bernhard den Wagen gestartet hat –  sofort ohnmächtig zusammengesackt und habe ein Nickerchen gemacht. So sind wir zwar sehr viel rumgefahren, nur gesehen habe ich dabei nicht so viel. Hat aber auch nicht geschadet.)

Zurück zum Flug: diesmal war zum entspannten Dösen einfach zu viel Gewimmel – müde Kinder, Getränke, Abendessen, Duty Free, Miles & More, der Nachbar muss auch mal raus, kleines Getränk, vielleicht ein Frühstück und dann bist Du um 5 wieder in München angekommen.
Aber ich bin heile und in einem Stück wieder da.
Es ist 7.00 Uhr morgens. Noch weiss ich nicht, wie ich den Tag bis heute abend durchstehen soll. Aber Koffer aufräumen und Katzen versorgen hilft hier weiter. Die nächsten Tage habe ich mit Dienst in der Bahnhofsmission, Probefahrt meines Vielleicht-Autos und Kochkurs (hoppla – der ist abgesagt – das Flipchart Nachrichtensystem in Privathaushalten hat sich durchgesetzt) abwechslungsreich gestaltet. Dazu dann die liegengebliebene Post. Der Haufen ist ansehnlich. Ich freue mich aber auch über Anrufe und Besuche.

Es war eine schöne Reise. Wie schon vor 22 Jahren tut mir Canada einfach gut. Heute wie damals ist es eine Zeit, wo ich Dinge neu gestalten und mir generelle Gedanken über mein Leben machen kann. Die aktuelle Ausgangslage mit 45 und einem Sack voll mehr an Erfahrung nur ganz anders.

Ich mag Canada. Es lässt sich gut Nachdenken auf den weiten Strecken und in der ruhigen Natur. Die Menschen sind ausnahmslos nett – na ja die Empfangsdame in meinem letzten Hotel hatte sicher auch schon bessere Tage – und hilfsbereit. Und Träume über ein Haus am See mit einem Badesteg und Paddelboot sind möglich und wären dort machbar. Da kann frau dann ein paar Gedanken lang verweilen, träumen und ausmalen — klingt das nicht schön: La dame du lac.

Und dann beginnt auch wieder das Planen und Überlegen. Ich habe mein Konzept noch nicht abgeschlossen aber einiges realistisch analysiert und verworfen oder verändert. Vieles bleibt offen und bedarf noch weiterer Planungen und Zeit. Aber ich kann mir keinen besseren Platz dafür vorstellen als die schönen Ecken in Canada oder nun wieder mein Schreibtisch in der T.E.-Str.

In diesem Sinne beschließe ich meinen Reisebericht. Hat er euch gefallen ? Sollte ich euch das ein oder andere Mal unterhalten habe, hat er seinen Zweck erfüllt. In jedem Fall hat es mir sehr viel Spass gemacht. Und weitere Reisen werden folgen, da bin ich sicher.

Ich werde mich nun um das heimische Katzenvolk kümmern. Frido ist schon versorgt und wie immer morgens schlecht gelaunt.

CN.

Nachtrag – Petra, die geflickte Wand sieht super aus ! Merci.

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2 Antworten to “+56 Home Sweet Home 2”

  1. Petra Sparn said

    Für mich waren deine Reiseberichte wie „dabei-gewesen-sein“! Vielen Dank!
    Unsere Eltern haben einen Ausdruck von mir geschickt bekommen, damit sie sich auch ansatzweise vorstellen können, was ihre „Kinder“ so treiben.
    Freue mich auf deine Lifeberichterstattung 🙂

  2. cniehage said

    Dann ist es ja super und die Lieben in Bega wissen auch was passiert ist. Dann brauche ich nur noch ein paar Fotos verarbeiten.

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