+278 Hotte und ich.

März 31, 2010

Nun, heissblütig ist mein hellblaues Auto gerade nicht, aber brav und praktisch.

Wir sind heute gemeinsam von Bamberg nach München gefahren und er hat seinen Platz im Carport eingenommen. Ich bin ganz aufgeregt, wie beim ersten Auto im Jahr 1988 (Ford Fiasko, der auch nur knapp 6 Monate geblieben ist).  Danach dann ein R5 in schwarz, ein Twingo in grün und nun ein Modus in hellblau. Ich finde ja Traditionen sollten gepflegt werden.

Morgen abend kommen die Menzinger Spieler, um bei Penne mit Krabben und Cheesecake ein bisschen zu spielen. Am Freitag dann mein Papa. Er wollte noch einmal München besuchen, bevor ich hier verschwinde. Am Dienstag dann wieder die Fahrt nach Norden. Wohungsübernahme und die Anmeldung meines neuen Wohnsitzes stehen an. Ich habe viel zu tun. Euch frohe Ostern, C.

Wer mich in der Zukunft besuchen möchte: ich bleibe bei den Männernamen und mein neues Domizil ist in der Albertstr. zu finden. Diesmal eine Wohnung im 2 Stock, hoch auf dem Berg und mit grossem Schlummerbalkon für laue Sommerabende. Sofern es diese gibt, denn Schwager B. musste natürlich gleich darauf hinweisen, dass mein neues Leben in der regensreichsten Ecke Deutschland stattfindet. Danke !
Aber ich werde ja gar keine Zeit für solche Überlegungen haben.

Bei der Gelegenheit – Für alle Mitleser, Freunde und Interessierte:

*** SAVE THE DATE ***

Am 19.6.2010 findet im Biergarten München – Fasanerie http://www.neue-fasanerie.de/ ab 15.00 und nur bei trockenem Wetter mein „München-Abschiedsfest“ statt.

Bis dahin, C.

Heute morgen war ich mit der S-Bahn in der Stadt und bin dann mit der Tram Richtung Effnerplatz gefahren. Sporteln. 

In der Tram fragte mich ein Pärchen, wie es am besten zum Deutschen Museum kommt. Und da war es dann wieder, dieses kleine latente Abschiedsgefühl. Denn mir fiel ein, dass ich in den letzten 26 Jahren nur einmal im Deutschen Museum war. Wahrscheinlich 1984 während der Berufsschule. Und jetzt habe ich sicher gar keine Zeit mehr, um noch alles zu machen, was ich mir immer mal vorgenommen hatte. Alle Museen zu besuchen (die alte Pinakothek ist aber letzte Woche noch dazu gekommen), bayerische Ausflugsorte zu besichtigen und die besten Münchener Biergärten testen.

Im Juni werde ich mich also von München verabschieden.  Die letzten Tage war ich schon mal in Köln. Den Donnerstag habe ich ganz in Ruhe genossen und am Rhein sitzend Schiffe beobachtet und meine Vorliebe für Kölsch entdeckt (dazu ein Gulasch mit Rosinen in der Sauce…naja.) Sehr schön. 

Für die Zukunft suche ich mir ein Plätzchen an einem Fluss. Egal ob Rhein, Wupper oder Ruhr… eben Wasser vor der Nase. Und für die ewigen Pessismisten in meiner Leserschaft: 3. Stock, um bei Hochwasser nicht vollends abzusaufen und nicht in Köln, um nicht in U-Bahn-Löchern zu verschwinden.

Darauf freue ich mich. C.

+272 Cologne.

März 25, 2010

Es ist 6.45. Uli wird mich um 8 zum Flughafen bringen. Ich habe meinen ersten offiziellen Messeeinsatz auf der „Handarbeit und Hobby“. Im Moment noch als beratende Marketingfachfrau und Freundin des Hauses. Ich freue mich auf die nächsten Tage, wo ich dann sicher auch Zeit zum Rumstöbern haben werde.
Mal schaun, was der Markt so zu bieten hat. Und Sven kommt vielleicht noch vorbei und wir trinken einen Kaffee und quatschen über das Leben.

Ich freue mich auf den Rhein und den Dom und die Stadt.

Nice weekend, C.

Nachtrag – Richtig Zeit zum Stöbern hatte ich nicht. Aber ich sollte mal wieder Sticken, da gibt es wirklich wunderschöne Sachen aus Dänemark und Frankreich.

Es beginnt eine neue Zeit. In vielerlei Hinsicht. Trotz der Traurigkeit sucht sich die Sonne und das Vogelgezwitscher seinen Weg und bringt positive Gefühle, Tatendrang und Kreativität. Heute nachmittag kommt Moni und wir werden mal den Gartentisch rausräumen und die Sonne geniessen. Abends ein Museumsbesuch mit Irene in der Alten Pinakothek (mein erstes Mal in 26 Jahren München).

Ich habe mir gestern mein Wunschkennzeichen für mein Auto reserviert und kann es hoffentlich damit dann auch anmelden. Übers Wochenende bin ich in Köln auf einer Messe (Handarbeit und Hobby, Fachmesse) und werde dort vollen Einsatz zeigen. Danach dann erst einmal ruhige Ostern in München. Wer also einen gemütlichen Kaffee und Hefezopf haben möchte, lässt es mich wissen.

Ich war und bin viel unterwegs in den letzten Wochen.

Unglaublich vieldeutig heute-C.

Es ist soweit. In 2 Wochen geht die Ära des autofreien Haushalts nach 7,5 Monaten und gefühlten 3 Erdumrundungen per Fahrrad, S-Bahn und Tram zu Ende. Dann kommt meine hellblaue kleine Wundertüte zum Rumfahren, Besuche machen, Abfälle transportieren und für Katzen-Spazierfahrten.

Ich werde ihn „Hotte“ nennen. Und freu mich ganz doll…..C.

Nachtrag – ich war heute bei der IHK und habe 1 Tag das Thema „Buchhaltung für Jungunternehmer“ genossen…..das kann heiter werden, weil ich das ja so gar nicht mag.

Nachtrag 2- und dann war ich doch noch mit meinem Ex-Chef Uli was Essen und Quatschen. Das war schön.

+259 Fundstücke

März 14, 2010

Da ich die letzte Woche länger in meiner lippischen Heimat war, hatte ich ein bisschen Zeit in meinem Elternhaus rumzustromern und in alten Erinnerungen zu forschen. Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass ich es nicht mag, wenn ich Bücher, Spiele oder Musik verleihe und ich diese nicht in einem angemessenen Zeitrahmen zurückbekomme. Danach vergesse ich es nämlich und die Stücke sind endgültig verloren. Oder wem habe ich mal mein“ Tikal“- Spiel geliehen? Hier in Menzing ist es jedenfalls nicht mehr und ich bin mir sicher, das ich es mal besessen habe.

Naja, ich habe also mein altes Bücherregal, gehegt und gepflegt von meinen Eltern, inspiziert und die Lieblingsbuecher meiner Fruehpubertätsphase von einer Autorin namens Berte Bratt wieder gefunden….kurz angelesen und mich gleich erinnert. Ein unsägliches Frauenbild. Hübsche Töchter ohne eigene Karriereambitionen, wie geschaffen für Jobs in Haushalt und Familie, warmherzig und treu. Ideal als Zweitfrauen verwitweter Professoren und Anwälte. Eines der Bücher scheine — http://www.amazon.de/Bleib-bei-Beate-Berte-Bratt/dp/350507652X/ref=sr_1_3?ie=UTF8&s=books&qid=1268510023&sr=8-3 — ich mir vor rund 35 Jahren mal geliehen zu haben oder warum steht da „Elke Hollmann“ auf dem Einband….habe ich wohl vergessen zurückzugeben.

Sollte die Besitzerin es zurückhaben wollen, dann lasse sie es mich wissen. Wir machen dann einen „Berte Bratt“-Abend mit Xenia, Beate, Nicole, Sonja, Senta und den anderen Protagonistinnen und wundern uns über unseren Buchgeschmack im zarten Jugendalter. C.

+258 Licht und Schatten.

März 13, 2010

Nichts kann uns auf den Tod vorbereiten. Insbesondere nicht auf den plötzlichen Tod der Mutter oder des Vaters.
Wir haben in der letzten Woche meine Mutter zusammen mit rund 200 Verwandten und Freunden aus meinem lippischen Heimatdorf auf ihrem letzten Weg begleitet.

Hier eine kleine Erinnerung:

Dorothea Niehage – Geboren am 20.3.1934, gestorben am 7.3.2010.
Liebe Ehefrau und Mutter, leidenschaftliche Oma, weltbeste Marmeladenköchin, kreative Schneiderin, Handarbeiterin und Bastlerin, weltoffen und interessiert. Kurz und altmodisch die „Mutti“ unserer Familie.

Die  Trauer ist gross und im Moment bin ich bisweilen einfach fassungslos.

C.

+250 …back.

März 5, 2010

Fast übergangslos bin ich nun wieder da. On the road again, in einer Zeit wunderbarer Hektik und Vorbereitung. Für alle die noch gespannt verharren und auf Neuigkeiten warten: es sind wunderbare Dinge, die da passieren. Ich habe die letzten Monate mit Zeit und Ruhe und bisweilen Müßiggang genossen. Das wird so schnell nicht wieder kommen. Aber nun ist das vorbei. Als ich im Sommer letzten Jahres diesen wichtigen Schritt gewagt habe, habe ich wohl schon geahnt, dass die kommenden Monate sehr aufwühlend werden. Ich freue mich sehr.

Ein Idol meiner Jugend darf da nicht fehlen: http://www.youtube.com/watch?v=K82nMSy-IWQ

C.